Über 15 Jahre Prozessfinanzierung: Eine Innovation im Rechtsmarkt

Klage erheben ohne finanzielle Risiken oder zum Schutz der Liquidität - für Privatpersonen oder Unternehmen wird das im Zivil- oder Wirtschaftsrecht außerhalb von Rechts-schutzversicherung oder Prozesskostenhilfe erst möglich seit 1998. Denn in 1998 erfand die FORIS AG die Prozessfinanzierung in Deutschland.

Prozesse ohne Kostenrisiko: für Mandanten

Seit 15 Jahren finanziert die FORIS vornehmlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in anderen europäischen Ländern, Prozesse, die Kläger nicht selbst finanzieren wollen oder können - mit sämtlichen Kosten für Anwalt, Gericht, Zeugen und Sachverständige. Auch bei Prozessverlust. 1998 war das eine echte Innovation im konservativen Rechtsmarkt. Mit der Prozessfinanzierung » tritt die FORIS als Risikokapitalgeber auf - und schließt eine Lücke im Rechtsschutzsystem.

Das Mandaten-Dilemma - vor 1998

Rechtsschutzversicherung oder Prozesskostenhilfe (PKH) - das waren vor 1998 die beiden einzigen Möglichkeiten der Prozessführung ohne den Einsatz eigener finanzieller Mittel. Jedoch waren auch diesen Möglichkeiten Grenzen gesetzt: Rechtsschutzversicherungen veranschlagen Haftungshöchstsummen und schließen einige Rechtsgebiete komplett aus. Die Prozesskostenhilfe deckt hingegen lediglich die eigenen Rechtsanwaltskosten, im Fall, dass der Kläger unterliegt. Die Prozessfinanzierung schuf hier Abhilfe: für private und gewerbliche Kläger », weil sie das Kostenrisiko auf Null reduziert.

Herausforderungen für die Innovation im Deutschen Rechtsmarkt

Für die Markteinführung der Prozessfinanzierung als Dienstleistung wollten zahlreiche Hürden genommen werden. Zum Beispiel befürchteten Richter durch die Prozessfinanzierung wahre Prozessfluten: die jedoch ausblieben, denn die FORIS prüft jede Klage kritisch auf ihre Erfolgsaussichten ». Eine weitere falsche Annahme kategorisierte die Prozessfinanzierung als erlaubnispflichtiges Versicherungsgeschäft. Und selbst in der Anwaltschaft » kam das Gerücht auf, der Prozessfinanzierer schreibe dem Mandanten den Anwalt vor, was nicht der Fall ist: denn der Finanzierungsvertrag lässt das Mandantenverhältnis völlig unberührt.

Finanzierungsanfragen seit 1998: 10.000 - mit Streitwertvolumen von über 7 Milliarden EURO

Im Jahr 1999 geht die FORIS AG an die Börse in Frankfurt, weitere Services und Tochtergesellschaften entstehen. In den Folgejahren bis heute etabliert sich die Prozessfinanzierung immer mehr zu einem allgemein anerkannten Instrument zur Durchsetzung von Forderungen, Schonung der Liquidität und als Alternative zur PKH ». Die inzwischen erreichte Akzeptanz der Prozessfinanzierung führt sogar dazu, dass bei Gericht verstärkt auf die Möglichkeit der Prozessfinanzierung verwiesen wird.

In den letzten 15 Jahren prüfte die FORIS rund 10.000 Finanzierungsanfragen mit einem Streitwertvolumen von über 7 Milliarden EUR. Tendenz: weiter steigend.

Online-Rechner, Apps & Co

Seitdem hat sich viel getan, auch in Sachen Service und Praktikabilität. Heute bietet die FORIS AG sowohl für Anwälte als auch für Anspruchsinhaber möglichst viel Komfort - zum Beispiel mit ihrem Online-Rechner für Prozesskosten » sowie der neuen mobilen Prozesskostenrechner App » - inklusive einem innovativen Vergleichsrechner. So sind Beteiligte auch während einer Verhandlung schnell im Bilde.


Beispiel Fall Nr. 1:
Der Bahn-Fall - 2005 bis 2008

Beispiel Fall Nr. 2:
Das "Blinzeltestament" - 2013

FORIS finanzierte die Klage eines Bauunternehmers, dem ein Konzernunternehmen der Deutschen Bahn AG die Zahlung von 3 Mio. EURO schuldig blieb. Rechtmäßige Erbin klagt mit FORIS gegen ein durch „Binzeln" zustande gekommenes Testament.

 

Ein Bauunternehmer erhielt den Auftrag, einen Straßendamm zu entfernen. Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass das Erdreich kontaminiert war. Der Auftraggeber - ein Konzern-Unternehmen der DB AG - blieb trotz Zahlungszusagen drei Mio. EURO schuldig. Die Baufirma ging in Insolvenz. Nach vier Jahren Rechtsstreit über drei Instanzen wurde das Konzernunternehmen zur Zahlung der kompletten Summe verurteilt. Auf ein angeblich durch Blinzeln zustande gekommenes Testament berief sich eine ehemalige Hausangestellte nach dem Tode ihrer ehemaligen Arbeitgeber, einem Ehepaar. Durch dieses Testament wollte der Ehemann die Pflege seiner schwer pflegebedürftigen Frau durch die Hausangestellte sichern. Sie übernahm die Pflege nicht, berief sich jedoch später auf das Testament. Mit FORIS ließ die gesetzliche Erbin die Unwirksamkeit des Testamentes gerichtlich feststellen und konnte schließlich ihr Erbe antreten.